Mit Erasmus+ nach Spanien

ErasmusSaragossa2022Seit mehreren Jahren unterhält das Gymnasium auf der Karthause einen regen Austausch mit der spanischen Partnerschule „Fundacion San Valero“ in Zaragoza. Die Großstadt liegt zwischen Barcelona und Madrid und ist zugleich Hauptstadt der Region Aragon.

Der diesjährige Austausch nach Spanien wurde in einer längeren Planungsphase des Erasmus+-Projektes vorbereitet. Diese umfasste die Durchführung, das Verfassen der Schülermobilitätsverträge und der Lernvereinbarungen und die Konzeption der CertiLingua- und Erasmusprojekte. Nach mehrfachen, coronabedingten Verschiebungen konnte Frau Dr. Fielenbach mit fünf Schüler:innen die spanische Schule besuchen.

Während des Aufenthalts absolvierte die Lehrerin ein Job-Shadowing-Programm und gewann tiefere Einblicke in das spanische Schulsystem, den Unterricht und die Schulentwicklung. Außerdem unterstütze sie als zuständige CertiLingua-Koordinatorin ihre Schüler.

Nach einem herzlichen Empfang durch die Schulleitung und die Gasteltern wurde eine Schulführung in spanischer Sprache durchgeführt. Besonders die Neuerungen, wie z.B. ein neues, großes Lehrerzimmer nach dem Vorbild des Gymnasiums der Karthause, wurden präsentiert.

Während des dreitägigen Job-Shadowings gewann Frau Dr. Fielenbach durch Hospitationen in verschiedenen, abwechslungsreichen, spanischsprachigen und bilingualen Unterrichtsstunden viele wertvolle Eindrücke. In zahlreichen Gesprächen wurden die didaktischen Methoden des bilingualen Unterrichts, des Physik-, Chemie-, Biologie-, Mathematik und Sportunterrichts vertieft und die Grammatikkenntnisse im  Spanischunterricht erweitert.

DE V Kofinanziert EU blau vSehr spannend waren die Einsichten in die Steuerungsprozesse, u.a. die Einführung neuer Fächer am Beispiel eines fächerübergreifenden, naturwissenschaftlichen Fachs mit dem Ziel der Nachhaltigkeitsförderung und der Auseinandersetzung mit dem überaus aktuellen Thema des Energiekrisenmanagements. Ein großer Bestandteil der Schulentwicklung galt - auch in Spanien - der Digitalisierung, was zu regen Diskussionen der Vor- und Nachteile der Nutzung verschiedener Lern- und Videoplattformen, wie Google Classroom und Microsoft Teams (in San Valero) versus Moodle und BigBlueButton (GyK), führte. Ähnlich der iPad-Ausleihe  an dem Gymnasium auf der Karthause, wurden manche Klassen in San Valero mit einem Laptop probeweise ausgestattet. Darüber hinaus war die Erstellung eines gemeinsamen, fachbereichsinternen Schülerskripts als Schulbuchersatz zur Förderung der Unterrichtsqualität Bestandteil von Gesprächen.

Im Bereich der Führungskompetenz geht San Valero neue Wege. So wurde in einem abendlichen Tutorentreffen in lockerer Atmosphäre das wichtige Thema „Umgang mit Krisen“ in einem gruppenteiligen, offenen Ansatz erörtert.

Insgesamt lässt sich der Erasmusaufenthalt als eine kurze spannende und abwechslungsreiche Zeit mit vielseitigen Einblicken und regen Austauschen zusammenfassen. Vor allem in der Pandemiezeit stand die spanische Partnerschule vor ähnlichen Problemen und entwickelte ähnliche Lösungsansätze wie unser Gymnasium. Auch in Zukunft können durch einen ertragreichen, interkulturellen Austausch Lehrkräfte als auch Schüler beider Schulen von vielen Ideen und wertvollen Erfahrungen profitieren und diese in die Schulentwicklung einfließen lassen. 

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