Projekttag zum Tag der Deutschen Einheit

ProjekttagTagderdeutschenEinheit2018 1 kleinDie Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 13 setzten sich am Mittwoch, den 26.09.2018, intensiv mit der deutschen Teilung, der DDR und den unmenschlichen Praktiken des MfS (Ministerium für Staatssicherheit) auseinander.
Die Fachbereiche Geschichte und Sozialkunde begleiteten die Schülerinnen und Schüler bei einem Zeitzeugengespräch und einer Filmanalyse. Wir konnten für die Gespräche Bärbel Große und Thomas Mahler gewinnen. Frau Große kommt aus Leipzig und wurde inhaftiert, nachdem sie mehrmals vergeblich einen Ausreiseantrag gestellt hatte. Herr Mahler kommt aus Wiesbaden und war als Teil einer Pfadfindergruppe in Ostberlin, wo er einem Ostberliner seinen Reisepass überlassen hatte, mit welchem dieser nach Westberlin fliehen konnte. Auch er wurde daraufhin inhaftiert.
Beide Zeitzeugen berichteten eindrucksvoll von den Vernehmungen und den Haftbedingungen, Frau Große medial unterstützt durch die über sie angelegten Stasiunterlagen.


Mit „Das Leben der Anderen“ konnten die Schülerinnen und Schüler eine filmische Inszenierung der perfiden Methoden und des Psychoterrors der Stasi kennenlernen. Hier konnten wir viele Parallelen zu den Berichten der Zeitzeugen ausmachen.
In Erinnerung bleiben werden uns auch die eindringlichen Worte von Frau Große, die uns dazu mahnte, uns zu engagieren, für Demokratie und Freiheit zu kämpfen und immer wachsam zu bleiben.
Der 3. Oktober ist für uns ein Tag, an dem wir die Demokratie und die friedliche Revolution feiern. Er soll uns aber auch daran erinnern, dass Demokratie und Freiheit keine Selbstverständlichkeiten sind.
Das Feedback der Schülerinnen und Schüler zum Projekttag fiel sehr positiv aus. Sie empfanden den Projekttag, allem voran die Gespräche mit den Zeitzeugen, als „interessant, spannend, informativ, bewegend und augenöffnend“.
Ein großes Dankeschön geht an die Kolleginnen und Kollegen der Fachbereiche Geschichte und Sozialkunde für ihre kompetente Unterstützung. Außerdem gilt ein Dank Herrn Novak, Herrn Dommermuth, Herrn Pietschmann und Herrn Zerwes, die mitgeholfen haben, dass die Organisation des Projekttags sehr reibungslos verlaufen ist.
Zum Schluss möchte ich noch auf eine Ausstellung hinweisen, die am 3. Oktober um 17 Uhr im Rathaus von Koblenz eröffnet wird und bis zum 10. November zu sehen ist. Die Ausstellung „Hammer - Zirkel - Stacheldraht“ beschäftigt sich mit der Praxis in der DDR, wonach politische Häftlinge Zwangsarbeit leisten mussten.
Alexander Strub

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