Das Gymnasium auf der Karthause

Eine junge Schule auf geschichtsträchtigem Boden

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Das Gymnasium „auf der Karthause“ liegt im gleichnamigen Koblenzer Stadtteil. Dieser Name geht auf das Karthäuserkloster zurück, das 1331 auf Verfügung des damaligen Landesherrn, des Trierer Kurfürsten und Erzbischofs Balduin, ein schon seit 1143 bestehendes Benediktinerkloster mit umfangreichem Grundbesitz ablöste. Mit dieser Neubelegung erhielt der bisherige Beatusberg den Namen „Karthause“.

Dieses Karthäuserkloster fiel den französischen Revolutionskriegen 1794 zum Opfer. Nach der Aufhebung des Klosters 1802 infolge der Säkularisation dienten die Klosterbauten dem französischen Staat als Kaserne und Lazarett.

1815 kam das linksrheinische Gebiet durch die Bestimmungen des Wiener Kongresses in den Besitz von Preußen. Der Ausbau der ehemaligen Residenzstadt Koblenz zu einer bedeutenden Festungsstadt durch die neuen Landesherren hatte für das ehemalige Karthäuserkloster zur Folge, dass auf seinem Gebiet ein Exerzierplatz (ab 1912 zum Flugfeld umgebaut), die Feste Kaiser Alexander und das Fort Großfürst Konstantin errichtet und in das Koblenzer Festungssystem einbezogen wurden; letztere sollten nach dem verlorenen 1. Weltkrieg 1919 entfestigt werden.

Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Karthause zum größten Stadtteil von Koblenz. Weil das Flugfeld nun diesem Ausbau  im Wege stand,  wurde es 1965 geschlossen. Auf ihm wurde 1968 innerhalb eines Schulzentrums das Staatliche Gymnasium auf der Karthause mit einem neu errichteten Gebäudekomplex gegründet.

Seit (2000) ist das Gymnasium auch eine Eliteschule des Sports als eine Fördereinrichtung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im kooperativen Verbund von Leistungssport, Schule und Wohnen.

©Franz-Josef Schmillen, StD a.D.

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