CLIL-Fortbildung auf Malta – gefördert über Erasmus +

Im letzten Monat erhielt Frau Dr. Fielenbach über das Erasmus+ Programm des Gymnasiums auf der Karthause die Möglichkeit, eine Fortbildung zum bilingualen Unterricht auf Malta zu absolvieren. Der Themenschwerpunkt lag auf der Methodik des CLIL-Unterrichts. CLIL steht für Content and Integrated Language Learning (CLIL) und ist ein dualer Ansatz, der das Lernen in Sachfächern durch eine Fremdsprache ermöglicht. Die Fremdsprache wird hierbei als Medium eingesetzt, um Inhalte eines Sachfaches zu erarbeiten.

Zu Beginn erörterte die maltesische Kursleiterin das CLIL-Konzept. Die Gestaltungsmöglichkeiten eines bilingualen Zuges wurden von den KursteilnehmerInnen aus Deutschland, Italien, Polen und Spanien diskutiert. Die TeilnehmerInnen konnten hier und im weiteren Verlauf von den langjährigen Erfahrungen des Gymnasiums auf der Karthause profitieren.

Der Einstieg in die CLIL-Methodik erfolgte über die verschiedenen Lerntypen, danach wurden die „fünf Cs“ des CLIL-Unterrichts (Community, Content, Communication, Cognition, Competence) erarbeitet und an verschiedenen Themen und Unterrichtsvorhaben erprobt. Von den unterschiedlichen Sprachniveaus der SchülerInnen ausgehend wurde zwischen grundlegender und akademischer Sprache differenziert und diese im schulischen Kontext mit Hilfe eines Glossars eingesetzt. Auch die Blooms-Taxonomie zur Klassifikation der kognitiven, affektiven und psychomotorischen Anforderungen wurde mit Hilfe einer Operatorenliste durchgenommen. Eine Vielzahl von Scaffolding-Strategien zum Spracherwerb wurden ebenfalls angewendet. Im Sinne von „Struktur schafft Verstehen“ wurden in diesem Zusammenhang die sog. „Graphic Organizer“, wie z.B. Flussdiagramme, für den CLIL-Unterricht kategorisiert. Um eine erhöhte Transparenz für die Lernenden zu schaffen, wurden nützliche Kriterien für ein Bewertungs- und Evaluationsraster erarbeitet.

Im Verlauf des Kurses wurden noch weitere Methoden interaktiv mit viel Freude erprobt und zum Ende ein spannendes, interdisziplinäres CLIL-Projekt gruppenweise erstellt.

Zur Förderung des interkulturellen Lernens der Erasmus+Fortbildung gehörten auch zwei Führungen. Hierbei wurde die historisch bewegte und lebhafte Inselhauptstadt Valetta und die von der Antike bis zum Mittelalter bedeutsame Stadt Mdina besichtigt.

Nach den Sommerferien wird Frau Dr. Fielenbach die neu erlernten und aufgefrischten Methoden und Materialien im bilingualen Unterricht erproben und im Rahmen einer Bili-Fachkonferenz an die KollegInnen zur Implementation im Unterricht weiterreichen.