Schüleraustausch in Brescia – Latein lebt!
Im Rahmen des Erasmus+-Programms befanden sich zehn Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 für eine Woche zu einem Schüleraustausch in Brescia (Lombardei, Norditalien). Der Austausch stand unter dem Schwerpunkt der lateinischen Sprache und eröffnete den Teilnehmenden einen besonderen Zugang zu den historischen Ursprüngen sowie dem nachhaltigen Einfluss des Lateinischen auf moderne Sprachen.
Zu Beginn des Aufenthalts lernten sich die deutschen und italienischen Schülerinnen und Schüler in gemeinsamen Kennenlern- und Gruppenaktivitäten näher kennen. In gemischten internationalen Teams arbeiteten sie zusammen, tauschten persönliche Erfahrungen aus und nutzten Englisch als gemeinsame Arbeitssprache. Diese Phase legte die Grundlage für eine offene Lernatmosphäre und förderte von Anfang an den interkulturellen Austausch sowie die Sicherheit im freien Sprechen.
Inhaltlich setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der römischen Kultur und ihrer Bedeutung für Europa auseinander. In projektorientierten Arbeitsphasen beschäftigten sie sich mit Aspekten des antiken Alltagslebens sowie mit dem Fortleben lateinischer Begriffe in modernen Sprachen, insbesondere im Englischen. Kreative Aufgabenformate wie kurze Präsentationen oder die Gestaltung von Infografiken verbanden dabei sprachliche Analyse mit eigenständigem Arbeiten und stärkten sowohl fachliche als auch kommunikative Kompetenzen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Lernen an außerschulischen Lernorten. Bei einer Exkursion nach Verona sowie bei einem literarisch-historischen Rundgang durch Brescia erlebten die Schülerinnen und Schüler römische Geschichte unmittelbar vor Ort. Der Besuch etlicher UNESCO Weltkulturerbe-Stätten wie des Capitolium in Brescia mit der berühmten Vittoria Alata sowie des Museo Santa Giulia vertiefte das Verständnis für römische Kunst und Geschichte in Norditalien und bot vielfältige Anlässe für Diskussionen und gemeinsame Reflexionen.
Ergänzt wurde das fachliche Programm durch gemeinsame sportliche Aktivitäten, die den Teamgeist stärkten, sowie durch einen Laborbesuch im naturwissenschaftlichen Bereich, bei dem die Schülerinnen und Schüler in internationalen Gruppen experimentierten und fachsprachlich präzise kommunizierten. Der Aufenthalt in den Gastfamilien ermöglichte darüber hinaus authentische Einblicke in den italienischen Alltag und förderte Selbstständigkeit, Empathie und interkulturelle Sensibilität.
Der Erasmus+-Austausch bot somit nicht nur eine vertiefte fachliche Auseinandersetzung mit der lateinischen Sprache und Kultur, sondern stärkte zugleich die Englischkompetenzen, die interkulturelle Handlungskompetenz sowie die persönliche Entwicklung der Teilnehmenden – Erfahrungen, die weit über den regulären Unterricht hinauswirken.










