Vom Caput Limitis zum Limes – Lateinexkursion der 6. Jahrgangsstufe Latein am 03. Juni
Wer heutzutage die RömerWelt am Caput Limitis besucht, der mag so manches auf die längst vergangenen Zeiten vernehmen. Das Museum liegt nahe Rheinbrohl an jenem Ort, wo einst der Anfang des großen Limes gewesen ist. Der Name ,,Caput Limitis“ bedeutet in der Sprache der Römer ,,Haupt oder Anfang der Grenze“.
Der Limes war ein gewaltiges Werk der Römer und zog sich über viele hundert Wegstunden durch das Land Richtung Südosten. Er bestand nicht allein aus Mauern und Wällen, sondern auch aus hölzernen Palisaden, tiefen Gräben, Wachtürmen und festen Kastellen. Durch diese Anlage hielten die Römer wache über die Grenze ihres Reiches und schützten ihre Provinzen vor feindlichen Einfällen.
Doch war der Limes nicht bloß ein Ort der kriegerischen Auseinandersetzung. Viel mehr trafen verschiedene Völker und Kulturen aufeinander Händler brachten Waren über die Grenze, Reisende die neuesten Nachrichten von Ort zu Ort, und neue Gedanken verbreiteten sich in alle Richtungen. Also diente der Linus nicht allein der Trennung, sondern auch den Austausch zwischen Römern und Germanen.
In der RömerWelt kann der Besucher viele Dinge über das Leben jener Zeit erfahren. Zu sehen sind Nachbildungen unter anderem von Waffen, Werkzeugen und Gebrauchsgegenständen. Auch wird gezeigt, wie römische Soldaten schliefen, arbeiteten und ihre Lager befestigten. Solches macht die Geschichte für Jung und Alt gleichermaßen anschaulich.
Bis auf den heutigen Tag sind Teile des Limes erhalten geblieben. Darum zählt er nunmehr zum UNESCO-Welterbe und wird als bedeutendes Zeugnis der Geschichte bewahrt. Die RömerWelt am Caput Limitis hilft dabei, das Wissen um dieses große Bauwerk lebendig zu erhalten. So erinnert uns der Limes daran, wie mächtig das römische Reich einst gewesen ist und welche Spuren es in unserer Region am Rhein hinterlassen hat. Der Limes wurde erstmals nur als Schneise gebaut, daher konnten fast alle Gegner der Römer nahezu ohne Hindernisse angreifen, so dass man zusätzlich die Palisaden aus Holz, die um 1,80 m hoch waren, errichtete. Dies stellte trotzdem noch kein unüberwindliches Hindernis dar, aber mit den Wachtürmen, alle paar hundert Meter, konnte man erblicken, wenn z.B. ein Heer der Germanen oder des Feindes sich der Grenzbefestigung näherte und zündete eine große Fackel an. Dadurch, dass die Wachtürme auf Sichtweite gebaut worden waren, konnte man das Leuchtfeuer im nächsten Turm sehen und das Signal wurde auf diese Weise bis in das benachbarte Lager weitergeleitet, so dass Soldaten aus den nahegelegenen Kastellen zur Hilfe eilten.
Der Vorgesetzte der Soldaten (Centurio) hatte einen Helm mit Federn auf den Kopf damit man ihn direkt erkennen konnte. Ausgestattet waren die Legionäre neben den Waffen des Kurzschwertes (Gladius), dem Langschild (Scutum) und dem Wurfspeer (Pilium) mit einem Kettenhemd und Schienbeinschoner. Eine Tunika und einem Quadrat mit Feldauszeichnungen gekennzeichnet, waren die Soldaten mit nahezu 15-20 Kilogramm Marschgepäck unterwegs. Natürlich mussten römische Soldaten sich selbst das Essen zubereiten: ein Kilo Weizenkörner haben sie pro Tag bekommen, das sie mit einer Handmühle (Mola Manualis) mahlen konnten. Alleine wäre das zu schwer deswegen wurde immer zu zweit gemahlen.
Diese und noch viele weitere Informationen erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe Latein während eines aufschlussreichen und informativen Schulausflug nach Rheinbrohl in die RömerWelt.
Ahmed Khedr 6a








