MINT-Frauen-Power aus Zaragoza/ Spanien

Im Rahmen eines Erasmus Plus-Job Shadowing-Programmes besuchten zwei naturwissenschaftliche Lehrerinnen unserer spanischen Partnerschule „San Valero“ in Zaragoza das Gymnasium auf der Karthause.

Ziel des Austausches war es, Erfahrungen über das deutsche Schulsystem und motivierende Didaktikmethoden, insbesondere zur Förderung der Mädchen in MINT-Fächern (Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Technik), zu sammeln.

Nach einem herzlichen Empfang und einer Schulführung wurde den zwei Lehrerinnen das deutsche Schul- und Bildungssystem nähergebracht. In Treffen mit Lehrkräften wurde den Damen ein Überblick über den Lehrplan und die Organisation MINT-relevanter Fächer vermittelt. Darüber hinaus erhielten sie durch zahlreiche Besuche bilingualer Biologie-, Chemie- und Mathematikstunden einen Einblick in die angewandte Didaktik. Wie zu erwarten, waren viele Unterrichtsaspekte identisch. Die spanischen Kolleginnen empfanden den alltagsbezogenen und damit motivierenden Stundeneinstieg als besonders interessant. Auch das problemorientierte Erstellen eigener Lösungswege wurde positiv hervorgehoben. Im Anschluss wurde diese Unterrichtsmethoden mit Lehrkräften und bilingualen Schülerinnen verschiedener Klassenstufen ausführlich diskutiert. Durch die Teilnahme an einer interessanten von Frau Groß organisierten Fortbildung im Fach Chemie mit Prof. Dr. Ducci gewannen die Spanierinnen einen Eindruck der Weiterbildungsmöglichkeiten deutscher Lehrkräfte. Im Gegensatz dazu stand die Förderung der Mädchen in MINT-Fächern im Fokus der besuchten ADA-Lovelace-Projekte an Schulen im Koblenzer Umkreis. Außerdem wurde den spanischen Lehrerinnen der Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau vorgestellt und didaktische Methoden des bilingualen Fachbereichs und insbesondere der Förderung des weiblichen Geschlechts erörtert. Insgesamt wurde die Verzahnung von Schule und Universität als besonders gewinnbringend wahrgenommen. Der Zugang zum industriellen Sektor gelang durch den Besuch der in Lahnstein ansässigen Unternehmen „Röchling-Sustaplast“ und „Zschimmer und Schwarz“. Informationen über die Firmen und deren Entwicklung sowie der heutige Produktion konnten während der Firmenbegehung vertieft werden. Anschließend wurden Karrierevorsausetzungen als auch die Rolle und Förderung der Frauen in MINT-Berufen diskutiert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die offene und nette Art der Spanierinnen zu zahlreichen Gesprächen und damit zu einem regen interkulturellen Austausch und einem guten Gelingen des Besuchs geführt hat.

An dieser Stelle gilt ein besonderer Dank den Kolleg:innen Frau Groß, Frau Sohni und Herrn Christen als auch unseren außerschulischen Kooperationspartnerinnen Frau Fein (Bilingualer Fachunterricht Uni KO) und Frau Justrie (Projektleitung ADA-Lovelace Uni KO) und den Firmenansprechpartnern Herr Jost und Herr Heuser (Röchling-Sustaplast) und Herrn Wilhelm (Zschimmer und Schwarz)