Wie sieht der Unterricht in einem der erfolgreichsten PISA-Länder aus?

Herr Enkirch besucht eine Fortbildung sowie deutsche und finnische Schulen in Finnland

Die Sommerferien nicht nur zum Ausspannen nutzen – das hatte sich Herr Enkirch im August überlegt und besuchte im Rahmen des Erasmus+-Programms den Norden Europas, genauer gesagt: Finnland. Finnlands Schulsystem fällt regelmäßig durch die hohen Plätze in den PISA-Rankings auf. Um einen Einblick davon zu gewinnen, wie das finnische System funktioniert, welche Besonderheiten es gibt und wie sich Aspekte des finnischen Systems sinnvoll auf der Karthause einbringen lassen, nahm Herr Enkirch an der Fortbildung Flipped Classroom and Distance Learning: Following Finland teil.

Der Schwerpunkt des Kurses lag auf der Frage, wieso finnische Schülerinnen und Schüler erfolgreicher durch die Corona-Pandemie gekommen sind und wie sich die Besonderheiten des finnischen Systems auch positiv im Präsenzunterricht niederschlagen. Der Kurs bot dazu zahlreiche Einblicke und Möglichkeiten: vielfältige Methoden, Austausch von Erfahrungen auch mit Lehrerinnen und Lehrern aus anderen Teilen Europas und nicht zuletzt der Besuch eines finnischen Gymnasiums zeigten, wie unterschiedlich Schule gestaltet werden kann. Vom Besuch der finnischen Schule bleibt Herr Enkirch insbesondere der Schwerpunkt auf der frühzeitigen Förderung der Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler in Erinnerung. Ebenso auffällig ist die besondere Bindung der Schülerinnen und Schüler an ihre Schulen – so zelten diese etwa am letzten Tag der Sommerferien aus lauter Vorfreude vor den jeweiligen Schulen.

Ohnehin in Helsinki nutzte Herr Enkirch die Gelegenheit, um im Anschluss an eine interessante Fortbildungswoche das deutsche Gymnasium in Helsinki zu besuchen und hier für einen Tag im Unterricht zu hospitieren. Die Deutschen Auslandsschulen zeichnen sich dadurch aus, dass hier aus Deutschland für einen begrenzten Zeitraum entsandte Lehrkräfte (sogenannte ADLKs und BPLKs) gemeinsam mit Ortslehrkräften Kinder und Jugendliche sowohl aus Deutschland (z.B. Kinder von Diplomatenfamilien oder Expats) als auch dem jeweiligen Standort (hier: Finnland) unterrichten. An den Schulen wird dabei nach dem deutschen Schulsystem unterrichtet, dabei aber gleichzeitig auf nationale Besonderheiten eingegangen. Auch hier ließen sich zahlreiche interessante Impulse in der Zusammen- und Beziehungsarbeit beobachten, die Herr Enkirch als wertvolle Erfahrung mit zurück nach Deutschland nimmt.